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Konzert des Luxemburger Philharmonieorchesters

Konzert des Luxemburger Philharmonieorchesters Konzert des Luxemburger Philharmonieorchesters
  • Datum: 20.10.2008
  • Ort: Salle Pleyel (Paris)

Einmaliges Konzert (Leitung: Emmanuel Krivine)

Der französische Orchesterleiter Emmanuel Krivine dirigiert das Luxemburger Philharmonieorchester
Agenda

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20. Oktober 2008 um 20:00 Uhr
Praktisch

Praktisch

Salle Pleyel, 252 rue du faubourg Saint-Honoré, 75008 Paris

Emmanuel Krivine dirigiert das Philharmonieorchester von Luxemburg, dessen Leitung er 2006 übernommen hat, in einem wunderbar koloristischen Programm, das sich um das 19. und 20. Jahrhundert dreht.

"Nuages gris" und "Unstern" zählen zu den letzten Seiten, die Franz Liszt in den 1880er Jahren für Klavier geschrieben hat. Düster und untröstlich öffnen diese kurzen Stücke (zwei Minuten für "Nuages gris" und sechs für "Unstern") Türen zu einer bislang unbekannten Musiksprache. Und so überrascht es nicht, dass Komponisten des 20. Jahrhunderts sich dieser Werke bemächtigten, um ihnen durch die Orchestrierung ein wenig ihrer Rätselhaftigkeit zu nehmen. Heinz Holliger, Komponist, Oboist und genialer Orchesterchef, hat dies mit einer ihm eigenen Poesie der Töne bewerkstelligt, in der sich Liszt vielleicht wiedergefunden hätte.

Eine weitere Orchesterarbeit, die Ravel aus seinen eigenen Werken für Klavier bearbeitet hat: Wer hätte beim Hören von "Une barque sur l'océan" (1905-1906) jemals gedacht, dass ein solches Stück nicht für das Orchester gedacht war?

Die "Bilder für Orchester" von Debussy, die er zwischen 1906 und 1912 komponierte, sind auch Teil dieser Klangwelt. Die drei Teile des Werks - Gigues, Iberia und Rondes de printemps - überschreiten ihren folkloristischen Rahmen und auch wenn die drei Stücke von Ibéria Spanien heraufbeschwören, so ist es doch das Wechselspiel nächtlicher Düfte und frischer Rhythmen, die fesseln und in Staunen versetzen.

Saint-Saëns, der letzte der Reihe Konzerte für Klavier zeigt sich hier schon akademischer und scheint eine von Liszt übernommene pianistische Handschrift mit einer typisch französischen orchestralen Klarheit zu verbinden. Mit beiden Elementen vertraut schafft es auch der große Aldo Ciccolini durch sein Spiel, aus dem Klavier ein Orchester zu machen.

Programm:
Franz Liszt
"Nuages gris" & "Unstern" (Orchestrierung von Heinz Holliger)
Camille Saint-Saëns
Concerto pour piano n 5 "Égyptien"
Maurice Ravel
"Une barque sur l'océan"
Claude Debussy
"Images"

  • Aktualisiert am: 29.08.2008
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