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Maria Stuart - Schicksal einer schottischen Königin

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  • Von: 15.10.2008
  • Bis: 02.02.2009
  • Ort: Ecouen

Maria Stuart, das französische Schicksal einer schottischen Königin

Eine außergewöhnliche Ausstellung, die den Schicksalsweg von Maria Stuart anhand von über hundert nie zusammen gezeigten Werken nachzeichnet.
Agenda

Agenda

Vom 15. Oktober 2008 bis 2. Februar 2009
Praktisch

Praktisch

Renaissance Museum, Ecouen

Maria Stuart (1542-1587), die romantische Heldin mit tragischem Schicksal, eingesperrt und hingerichtet auf Befehl ihrer Kusine Elisabeth I. wegen ihres Anspruchs auf den englischen Thron, verdankt ihre Berühmtheit aber auch dem Bild einer kulturell gebildeten, schönen und geschmackvollen Frau, das in Frankreich entstand.
Sie entstammt aus der Verbindung von Jakob V., König von Schottland, und Marie de Guise, einer französischen Prinzessin. Beide sind glühende Verehrer der neuen künstlerischen Praktiken der Renaissance und tragen dazu bei, diese in Schottland einzuführen.
Da sie dem französischen Thronfolger versprochen ist, kommt sie im Alter von fünf Jahren nach Frankreich und wird gemeinsam mit den königlichen Kindern aufgezogen.
Unter der Führung von Diane de Poitiers und Katharina von Medici macht sie sich bald den Prunk und die Raffinesse des Hofes von Valois zu Eigen. Im darauffolgenden Jahr, kurz nach ihrer Hochzeit, bestimmt der überraschende Tod von Heinrich II. ihr Schicksal. Franz II. und Maria Stuart werden im Jahre 1559 für die kurze Zeit von 16 Monaten Herrscher über Frankreich und Schottland, was mit dem verfrühten Tod von Franz II. endet.
Zeugnisse ihrer Aktivitäten und ihrer Erziehung fördern eine komplexe Persönlichkeit zu Tage, geprägt von politischen Kämpfen, deren Gegenstand sie selbst ist. Tatsächlich wird anhand der historischen Realität deutlich, dass sie das Opfer der Ambitionen ihrer Familie mütterlicherseits, der Guise, wurde.
Die Ausstellung findet in mehreren Räumen des Schlosses statt und ist in sechs Bereiche unterteilt: Die Renaissance in Schottland, die Kindheit von Maria Stuart in Frankreich, die Heirat von Maria Stuart mit dem Thronfolger Franz, die am 24. April 1558 gefeiert wurde, Maria Stuart als Königin von Frankreich, der Tod von Franz II. und die Rückkehr nach Schottland im Jahre 1561, und der aufkommende Mythos von Maria Stuart im 19. Jahrhundert.
Gut hundert Werke zeichnen Maria Stuart in einem politischen und künstlerischen Umfeld, das ihre Geburt, ihr Aufwachsen und ihre Herrschaft erlebt hat. Der größte Maler dieser Zeit, François Clouet, ist auf außerordentliche Weise mit einem Dutzend Malereien und Zeichnungen vertreten.
Die Werke zeigen den Hof von Valois, Portraits der königlichen Kinder Franz II. oder Elisabeth von Frankreich, von Katharina von Medici, Bilder vom Palazzo Pitti, Abbildungen von Maria Stuart, davon eine in Frankreich bislang unveröffentlichte Miniatur, königliche Sammlungen aus England und Zeichnungen, die sie in verschiedenen Altersstufen darstellen. Das Bad der Diana, ein Meisterwerk aus dem Museum der schönen Künste von Rouen, ist eine poetische und mythologische Wiedergabe, wie sie am Hofe üblich war.
Ebenso werden Portraits gezeigt, auf denen die Königin in weißer Trauerkleidung zu sehen ist, die sie nach dem Ableben ihres Schwiegervaters, König Heinrich II. sowie den darauf folgenden Toden ihrer Mutter und ihres Gatten trug, im Gegensatz zu Katharina von Medici, die schwarz-weiße Kleidung vorzog.
Kunstobjekte, darunter gemalte Emaillen von Léonard Limosin, Schmuck und persönliche Gegenstände vervollständigen unser Bild dieser von Poeten der Renaissance wie Ronsard, Du Bellay, dem Chronisten Brantôme und seinen Zeitgenossen glorifizierten Persönlichkeit.
Das Museum Condé im Schloss von Chantilly bildet eine Ergänzung zu der Ausstellung in Ecouen, wo eine wichtige Portraitsammlung vom Hofe, insbesondere Portraits der Kinder von Katharina von Medici und Heinrich II., sowie von Maria Stuart, von François Clouet und seinen Schülern gezeichnet, gezeigt wird. Nach Anweisung des Testaments des Herzogs von Aumale dürfen diese Werke das Museum nicht verlassen, daher war es wichtig, sie mit dieser Ausstellung in Verbindung zu bringen. So kann an die geschichtliche Verbindung dieser zwei Institutionen, zwei Museen und zwei Schlösser, die eine gemeinsame Geschichte bis zur Epoche der Montmorency aufweisen, erinnert werden.

  • Aktualisiert am: 01.12.2008
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