Die Parade-Gruppen der Tanz-Biennale
- Datum: 14.09.2008
- Ort: In den Straßen von Lyon
Tanz/Choreographie
Circa 20 Gruppen aus verschiedenen Orten der Region Rhône-Alpes bilden insgesamt 4500 Amateurteilnehmer zwischen 10 bis 80 Jahren für eine große choreographische Parade. Die Gruppen werden von 250 professionellen Künstlern begleitet.
Agenda
14. September 2008Praktisch
Von der Place Bellecour zur Place des Terreaux über die Rue de la Rébublique (Lyon)
Die Tanzbiennale von Lyon, eine der wichtigsten Choreographie-Veranstaltungen der Welt, feiert ihr 25-jähriges Jubiläum und organisiert die Ausgabe 2008 in Form einer Bestandsaufnahme der Metamorphose, die diese Kunst seit einem Vierteljahrhundert durchlebt hat. Auf der diesjährigen 13. Biennale werden 54 Stücke gezeigt, die von 42 Kompanien aus 19 Ländern geboten werden, darunter 15 weltweite Schöpfungen, von denen sechs Neuschaffungen zeitgenössischer Werke sind.
Auf der Gästeliste steht Europa im Vordergrund:
Anne Teresa de Keersmaeker, flämische Choreografin, erforscht mit Cie Rosas die Partituren von Debussy, Stravinsky und Benjamin und komponiert daraus ein Ensemble aus sechs kurzen und außergewöhnlichen Stücken in „D’un soir un jour“.
Der englische Choreograf Wayne McGregor zeigt sich fasziniert von der Welt der Wissenschaft und dem Begriff des technologischen Körpers und präsentiert sein Stück „Entity“.
Olga de Soto ist Spanierin und entwickelt seit 1992 in Brüssel, wo sie auch lebt, eine choreografische Recherchearbeit. „histoire(s)“ ist ein choreografisches Schauspiel und eine Video-Performance-Dokumentation, mit der sie sich auf eine Zeitreise 50 Jahre zurück zum Ballet von Jean Cocteau im Champs-Elysees-Theater begibt.
Susanne Linke wuchs in Berlin auf und verbrachte über 20 Jahre in Essen, bevor sie sich 1994 in Bremen niederließ. Mit ihrer Kunst vereint sie gleichermaßen die Ursprünge der historischen deutschen Tanztradition mit dem zeitgenössischen deutschen Tanztheater. In ihrem Stück „Schritte Verfolgen II“ wendet sich Linke ihrer Kindheit zu: Bis zum Alter von sechs Jahren war sie aufgrund einer Krankheit nicht in der Lage, zu hören oder zu sprechen und konnte sich nur mit Gesten und Tanz ausdrücken.
Der Italiener Matteo Levaggi und das Balletto Teatro die Torino zeigen eine Aufführung des „Primo toccare“, als diskrete Hommage an die Meister der Vergangenheit und ihre Rolle für den heutigen Tanz. Das Stück „Les petites pièces de Berlin“ für zehn Tänzer des Balletts der Lorraine wurde extra für die Biennale überarbeitet.
Ebenfalls erwähnenswert: Der bekannteste Choreograf der internationalen Szene, der Finne Tero Saarinen und eine der größten Tänzerinnen der neuen Flamenco-Schöpfung, Rafaela Carrasco.
Ein weiterer Blick auf Europa: „Agwa“ von Mourad Merzouki erzählt von einer außergewöhnlichen Begegnung zwischen zehn jungen Hip-Hop-Tänzern mit überraschender Musik nach zentraleuropäischer Art.
Der Abend wird durch die Anwesenheit von Mariza abgerundet, eine Sängerin, die die poetische Melancholie des Fado zwischen Tradition und Moderne aufleben lässt.
Ort: L'Arbresle und der Westen von Lyon
Projekttitel: Das Volk des Lachens
Choreograph: Stéphane Vahié
Ort: Bourg-lès-Valence und Drôme-Ardèche
Projekttitel: Der glückliche Sisyphus
Choreograph: Julie Serpinet / Cie Songes
Ort: Bron
Projekttitel: In den Zeiten
Choreograph: Mourad Merzouki / Cie Käfig
Ort: Chambéry, Savoie & Annemasse
Projekttitel: Exemplum
Choreograph: Dominique Guilhaudin / Cie Gambit
Ort: Grigny, Pierre-Bénite, Saint-Genis-Laval
Projekttitel: Morgen Menschlichkeit
Choreograph: Maude Bulinge / Cie Intersignes
Ort: Isère
Projekttitel: Und es geht weiter…
Choreograph: Christophe Delachaux
Ort: Lyon 3.
Projekttitel: Erwachen der Welt (inspiriert von dem Roman von Lewis Carroll Alice im Wunderland)
Choreographen: Nadia Lobet und Tiémi Balleydier / Cie Guesmé
Ort: Lyon 7., 4. und Stadtgebiet
Projekttitel: Von Angesicht zu Angesicht in der Stadt Welt
Choreographen: Aurélien Kaïro / Cie De Kakto und Laureline Gelas / Cie du Subterfuge
Ort: Lyon 8.
Projekttitel: Was ist das, morgen?
Choreographen: Annick Charlot / Cie Acte & Natacha Paquignon / Cie Kat'chaça
Ort: Lyon 9., Dardilly, Ecully
Projekttitel: Die Leute der Zukunft
Choreograph: Marcos Dos Santos
Ort: Meyzieu
Projekttitel: Eolitic
Choreograph: Blandine Basile / Cie Désoblique
Ort: Rillieux-la-Pape
Projekttitel: Von der Geburt der Erde zur Zukunft des Menschen
Choreograph: Carla Frison / Cie Aqui et la
Ort: Vaulx-en-Velin und Sainte Foy-les-Lyon
Projekttitel: ADN: Accouche et Danse à Nouveau (Gebäre und Tanze Wieder)
Choreograph: Winship Boyd-Coly
Ort: Vénissieux
Projekttitel: Soma, Soma?
Choreograph: Fatiha Bouinoual / Traction Avant Cie
Ort: Villeurbanne
Projekttitel: Man kann nicht wissen, wo man hingeht, wenn man nicht weiß, woher man kommt
Choreograph: Bouba Landrille Tchouda / Cie Malka
Gastgruppe:
Ort: Stadtgebiet Lyon
Projekttitel: Schatten und Lichter
Choreograph: Mano Amaro
- Aktualisiert am: 16.10.2008

