Wissenschaftliches Kolloquium: "Wie kann Drogensucht besser behandelt werden?"
- Von: 09.12.2008
- Bis: 10.12.2008
- Ort: Paris
Das Kolloquium über die Behandlung von Drogensucht wird der französischen Ministerin für Gesundheit, Jugend, Sport und Vereinswesen Roselyne Bachelot eröffnet und von der französischen Ministerin für Hochsculen und Forschung beschlossen. An die zwanzig hochrangige europäische und internationale Forscher und Kliniker werden bei der Veranstaltung, bei der ca. 400 Teilnehmer erwartet wertden, Vorträge halten.
Ziel des Kolloquiums ist es, einen Beitrag zur Identifizierung und zur Einschätzung der dem neusten Forschungsstand entsprechenden Behandlungsformen von Suchterkrankungen zu leisten. Zudem sollen die Grundlagen für eine zukünftige Forschungszusammenarbeit auf europäischer Ebene gelegt werden. Wurden in der Behandlung von bestimmten Suchten beträchtliche Fortschritte erzielt (Einsatz von Nikotinsubstituten und neuen pharmakologischen Molekülen bei Tabaksucht, Verabreichung von Ersatzstoffen bei Heroinsucht), sehen sich die Kliniker angesichts anderer sich rasch verbreitender Abhängigkeitsformen (Kokain, intensiver Konsum von Cannabis bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen) immer noch zahlreichen Schwierigkeiten gegenüber. Doch die Forschung schreitet schnell voran und lässt neue Therapiemethoden wahrscheinlich werden.
Die Veranstaltung widmet sich unterschiedlichen Forschungsthematiken. Am ersten Tag werden die Fortschritte in der neurobiologischen Forschung in Bezug auf Abhängigkeiten und Behandlungsformen für Kokain- und Crackabhängigkeit erörtert. Eine weitere Sitzung befasst sich mit den Möglichkeiten von Ansätzen wie Gruppentherapien. Am Vormittag des zweiten Tages stehen die Patienten selbst im Mittelpunkt. Verschiedene Sitzungen erörtern die mittel- und langfriste Entwicklung von Patienten, die mit Opiatsubstitution behandelt werden, und die bestmögliche Betreuung von problematischen jugendlichen Cannabiskonsumenten. Am Nachmittag wird der Schwerpunkt auf den Möglichkeiten von Entzugsformen ohne Behandlung, sowohl im Hinblick auf illegale Drogen als auch auf Alkohol, liegen. Da es das Ziel des Kolloquiums ist, einen Beitrag zur Förderung neuer wissenschaftlicher Fortschritte im Bereich Forschung und Behandlung zu leisten, erörtern die Experten des letzten Rundtisches mögliche Wege für eine bessere Organisation der Suchtforschung auf europäischer Ebene.
- Aktualisiert am: 30.12.2008


