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Abschluss des Europäischen Luftfahrtgipfels

Patrick Gandil, Dominique Bussereau, © Laurent Mignaux-MEEDDAT Patrick Gandil, Dominique Bussereau © Laurent Mignaux-MEEDDAT
  • Datum: 19.11.2008
  • Ort: Bordeaux
Der französische Staatssekretär für Verkehr Dominique Bussereau schloss am 19. November den im Rahmen der französischen EU-Ratspräsidentschaft organisierten Europäischen Luftfahrtgipfel.

Dieser der Umwelt gewidmete Gipfel zog insbesondere die aktuelle Lage, welche von der Finanzkrise und einem Wirtschaftsabschwung gezeichnet ist, in Erwägung. Die Veranstaltung, bei der sich die Gesamtheit der Akteure aus dem Luftfahrtsektor zwei Tage lang in Bordeaux traf, bot Gelegenheit, zwei wesentliche europäische Abkommen zu unterzeichnen:

  • die Absichtserklärung zur Gründung des funktionalen Luftraumblocks (FAB) "Mitteleuropa", in welchem die Lufträume Frankreichs, Belgiens, Luxemburgs, der Niederlande, Deutschlands und der Schweiz zusammenfasst sind, was zu Vorteilen in den Bereichen Sicherheit und Umwelt, bei den Kapazitäten und bei der Kostensenkung führt.
  • die Verträge zur gemeinsamen technologischen Initiative "Clean Sky", dank derer die Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu neuen Technologien finanziert werden kann. Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luftfahrtindustrie zu erhöhen.

Während er den Gipfelteilnehmern die volle Unterstützung Frankreichs für die verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprogramme zusicherte, erinnerte der Minister auch an die groβen Ziele der französischen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union:

  • die Weiterführung des SESAR-Programms (Single European Sky Air Traffic Management Research), ein Groβprojekt zur Modernisierung der Infrastruktur der Luftverkehrskontrolle in Europa
  • die Überarbeitung des ersten Regelpakets zum Einheitlichen Europäischen Luftraum
  • die Ausweitung der Kompetenzen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA)

Dominique Bussereau ist der Meinung, dass die Weiterführung dieser Projekte von fundamentaler Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung des Luftverkehrs ist. Die ehrgeizigen Ziele bei der Reduzierung der Umweltverschmutzung können jedoch nur erreicht werden, indem die Luftfahrt in das Emissionshandelssystem (ETS - Emissions Trading Scheme) eingebunden wird.

An oberster Stelle steht nunmehr für die französische Ratspräsidentschaft, alle anderen Mitgliedstaaten der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) von der Annahme dieses Mechanismus auf weltweiter Ebene zu überzeugen, ebenso wie dafür Sorge getragen werden muss, dass dieses System das schwache wirtschaftliche Gleichgewicht des Luftfahrtsektors nicht stört.

Dominique Bussereau zufolge muss der "Luftfahrtsektor mehreren Herausforderungen begegnen": wirtschaftlicher Art, im Energie- sowie im Umweltbereich. Dank der Fortschritte bei den europäischen Programmen habe ich jedoch Vertrauen in die Fähigkeit Europas, diese Herausforderungen zu bewältigen. Durch die Vereinigung all unserer Kräfte werden wir es unseren Unternehmen ermöglichen, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu erhalten."


Europäischer Luftfahrtgipfel: die Umwelt im Mittelpunkt der Gespräche (Ankündigung der Veranstaltung)

  • Aktualisiert am: 27.12.2008
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