Forum "Kultur, Wirtschaft, Medien: Die Kultur als Wachstumsfaktor"
- Von: 16.11.2008
- Bis: 18.11.2008
- Ort: Avignon, Palais des Papes
Am "Forum von Avignon" werden 250 wichtige Akteure aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Medien sowie staatliche Vertreter der verschiedenen Länder teilnehmen. Das Forum soll sich nach dieser ersten Veranstaltung zu einem jährlichen Treffen entwickeln.
Die Kultur in ihren verschiedenen Ausprägungen ist ein Wachstumsbereich der Wirtschaft, der sich unter dem Einfluss der Digitalisierung und des immer intensiveren internationalen Waren-, Personen- und Kapitalverkehrs zunehmend globalisiert.
Diese für die wirtschaftliche Zukunft Europas wichtigen Belange werden im Mittelpunkt der Debatten des ersten Forums von Avignon stehen, das vom 16. bis 18. November 2008 in Avignon im Papstpalast zum Thema "Kultur als Wachstumsfaktor" stattfindet.
Auf dem Forum kommen 250 wichtige Akteure aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Medien sowie staatliche Vertreter der verschiedenen Länder zusammen.
Am Vormittag des 17. und 18. November finden zwei Plenarsitzungen statt. Für den Nachmittag des 17. November sind vier Workshops geplant.
Die erste Plenarsitzung und zwei Workshops beschäftigen sich gezielt mit dem Beitrag der kulturellen Vielfalt zum Wirtschaftswachstum und mit den Zusammenhängen von wirtschaftlichem und kulturellem Reichtum. Über welche Ansatzmöglichkeiten verfügt der Staat, eine Region oder eine Stadt, um das Wirtschaftswachstum durch kulturelle Investitionen zu fördern?
Als Beispiel für den Beitrag der kulturellen Vielfalt zum Wirtschaftswachstum soll der Beitrag der Kulturdenkmäler zum Reichtum eines Landes in den Vordergrund gestellt werden, unabhängig davon, ob es sich - wie insbesondere in den westlichen Ländern - um ein Kulturerbe oder um ein neueres Werk handelt.
Die zweite Plenarsitzung und zwei weitere Workshops konzentrieren sich auf die Kulturindustrie im Digitalzeitalter sowie auf die kulturelle Vielfalt und die Globalisierung (Ost-West, Nord-Süd).
Für bestimmte Bereiche sind die Auswirkungen der Digitalisierung bereits erkennbar. Dies gilt für die Musikindustrie, die seit dem Jahr 2000 50% ihres Umsatzes eingebüßt hat. Weniger eindeutig sind die Verhältnisse bei den neuen Wirtschaftsmodellen im Bereich Kino, Verlagswesen und audiovisuelle Medien.
Die Tatsache, dass praktisch jeder Haushalt über einen Internetanschluss verfügt, ermöglicht jedem Künstler, weltweit eine größere Anzahl von Menschen zu erreichen. Allerdings ist schwer zu beurteilen, inwiefern die Globalisierung zu einer Uniformisierung des Geschmacks und der Verhaltensweisen führen wird oder ob sie im Gegenteil der Entwicklung der kulturellen Vielfalt förderlich sein kann. In diesem Sinne kann man sich fragen, wie Länder ohne Kulturindustrie ihre eigene Kultur in Zukunft bewahren oder fördern werden. Diese Frage ist von enormer Bedeutung für die Nord-Süd-Beziehungen, genauer gesagt für das Verhältnis zwischen Ländern, die von ihrem Kulturerbe und bedeutenden kulturellen Gruppen profitieren und jenen, denen dies nicht möglich ist.
Rede des französischen Premierministers François Fillon:
- Aktualisiert am: 08.12.2008


