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Erklärung der Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union zum Säureangriff auf Mädchen in Kandahar

  • Datum: 14.11.2008

Die Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union verurteilt entschieden den feigen, unmenschlichen und grausamen Angriff auf mehrere afghanische Mädchen am 12. November in Kandahar, die auf ihrem Weg zur Schule von Männern mit Säure besprüht wurden.

Sie äußert ihr tiefes Mitgefühl mit diesen Mädchen, von denen mindestens zwei das Augenlicht verloren haben, und ihren Angehörigen.

Dieses menschliche Drama veranschaulicht erneut die alltägliche Gewalt, von der immer noch zahlreiche afghanische Frauen betroffen sein können, trotz der Bemühungen und der erzielten Fortschritte im Bereich der Förderung ihrer Rechte seit dem Sturz des Talibanregimes.

Grundlegend unter diesen Rechten ist das auf Bildung. Indem sie diese Mädchen auf dem Schulweg angriffen, wollten die Täter diesem Symbol des neuen Afghanistan, das das afghanische Volk mit Hilfe der Völkergemeinschaft zu errichten sich bemüht, und dem Versprechen auf eine bessere Zukunft für Millionen afghanischer Kinder Schaden zufügen.

Unter diesen Umständen versichert die Präsidentschaft die afghanischen Behörden ihrer Solidarität in dem Bemühen, die seit 2001 unternommenen Anstrengungen zur Förderung der Frauen und insbesondere der Schulbildung der Mädchen fortzusetzen und die nicht zu leugnenden Fortschritte in diesem Bereich in den kommenden Jahren zu festigen und auszubauen.
 

  • Aktualisiert am: 23.12.2008
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