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Konferenz "Berufliche Gleichstellung von Mann und Frau - ein wirtschaftliches Ziel angesichts der demografischen Entwicklungen"

Sevelnord, in Lieu Saint-Amand, © Valérie Couteron Sevelnord, in Lieu Saint-Amand © Valérie Couteron
  • Von: 13.11.2008
  • Bis: 14.11.2008
  • Ort: Lille, Grand Palais
Die Konferenz soll zur Förderung politischer Maβnahmen zur beruflichen Gleichstellung von Mann und Frau beitragen.

Angesichts der wirtschaftlichen, demografischen und sozialen Herausforderungen in Europa sind trotz einer spürbaren Verbesserung der Beschäftigungslage von Männern und Frauen noch weitere Anstrengungen erforderlich, um, in Übereinstimmung mit der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung und den in Barcelona festgelegten Zielen, die Teilhabe der Frauen am Arbeitsmarkt und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet die französische EU-Ratspräsidentschaft am 13./14. November 2008 im Grand Palais in Lille eine Konferenz mit dem Titel "Berufliche Gleichstellung von Mann und Frau - ein wirtschaftliches Ziel angesichts der demografischen Entwicklungen".

Bei der Konferenz sollen zum einen die Problemstellungen im Bereich der beruflichen Gleichstellung von Mann und Frau in Europa herausgearbeitet und zum anderen die zu erreichenden Ziele festgelegt und sich über die in den EU-Mitgliedstaaten bereits existierenden erfolgreichen Praktiken ausgetauscht werden. Die Veranstaltung wird um vier Rundtischgespräche herum organisiert und bringt ein breites Spektrum an Vertretern der europäischen Institutionen und der Zivilgesellschaft zusammen.

Der erste Rundtisch befasst sich mit dem Thema der Geschlechtermischung innerhalb von Berufsgruppen und der Zugang von Frauen zu Führungspositionen. Er bietet die Möglichkeit, die Frage der Diversifizierung der schulischen Orientierung von Jungen und Mädchen und deren Auswirkung auf das Berufsleben und die Karriereentwickung von Frauen aufzugreifen.

Beim zweiten Rundtisch wird die Frage der Qualität der Beschäftigung von Frauen und die Sicherung ihrer beruflichen Laufbahnen behandelt. Denn auch wenn die Frauen immer stärker auf dem Arbeitsmarkt vertreten sind, so bestehen doch weiterhin groβe Unterschiede zu den Männern bei der Entwicklung ihrer Karrieren, die insbesondere durch Teilzeitbeschäftigung oder durch die Unterbrechung der beruflichen Laufbahn aufgrund der Inanspruchnahme von Elternurlaub gebremst wird. Angeschnitten wird insbesondere die Frage der Konzentration der weiblichen Beschäftigung in bestimmten Aktivitätsbereichen und Berufen, die spezielle Merkmale hinsichtlich Organisation, Arbeitsbedingungen und Arbeitsschwere aufweisen.

Beim dritten Rundtisch wird das Thema der Lohngleichheit von Frauen und Männern aufgegriffen und über die Mittel und Wege, diese zu erreichen, diskutiert. Frauen verdienen in Europa durchschnittlich 15 % weniger als Männer. Dieser Gehaltsunterschied beruht einerseits auf der direkten Diskriminierung gegenüber Frauen sowie auf gewissen strukturellen Ungleichheiten.

Abschließend wird im Laufe des vierten Rundtisches die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erörtert. Bei dieser Gelegenheit soll aufgezeigt werden, wie diese Frage gleichermaßen zu einem Faktor für die Attraktivität der Regionen als auch für die Leistungsfähigkeit der Unternehmen wird.

  • Aktualisiert am: 30.12.2008
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