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Fünfte Konferenz zu den Erträgen aus Straftaten - Vollversammlung des CARIN-Netzwerkes

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  • Von: 07.10.2008
  • Bis: 08.10.2008
  • Ort: Paris
Im Rahmen der französischen EU-Ratspräsidentschaft versammeln sich Vertreter des CARIN-Netzwerkes am 7. und 8. Oktober in Paris zu ihrer fünften Konferenz zur den Erträgen aus Straftaten.


Die Konferenz des CARIN-Netzwerkes wird Gelegenheit bieten, eine Bilanz der Tätigkeiten während des vergangenen Jahres zu ziehen, die Änderungen der Statuten zu beschlieβen und neue Mitglieder zu wählen. Es werden ebenfalls Workshops organisiert, um die Verwaltung der eingezogenen Erträge aus Straftaten zu verbessern und die Bildung nationaler Büros zur Verwaltung derselben zu fördern.

Das CARIN-Netzwerk (Camden Asset Recovery Interagency Network) wurde im Oktober 2002 bei einer Sitzung von europäischen Behörden zur Bekämpfung der Geldwäsche und Vertretern von EUROPOL gegründet. Ziel dieses Netzwerkes ist die Erarbeitung von Maßnahmen zur Umsetzung in den verschiedenen EU-Staaten, mit denen kriminell erworbene Vermögenswerte (Vermögen aus Terrorismus, Drogenhandel, Zigarettenschmuggel, Produktfälschungen etc.) identifiziert, eingefroren und beschlagnahmt werden können. Dies ist wichtig, da eine Straftat heutzutage im Rahmen einer sich ausbreitenden transnationalen Kriminalität in einem Land begangen und ihr Ertrag in einem anderen Staat investiert werden kann.

Die konstituierende Vollversammlung von CARIN fand Ende 2004 in Den Haag (Niederlande) statt. Es entstand ein Netzwerk nationaler Berichterstatter, die Informationen über verdächtige Geldflüsse austauschen, die in Finanzprodukten, Immobilien, Vergnügungsschiffen oder Kunstwerken verschleiert werden können.

Dieser Austausch ermöglicht zunächst, eine anfragende nationale Behörde über die Existenz solcher Vermögen zu informieren und sie dann bei allen rechtlichen Schritten zu begleiten, mit denen dieses Vermögen eingefroren und/oder beschlagnahmt werden kann. Eine solche Hilfe ist unverzichtbar, um die Effizienz beim Vollzug von Buβgeldern und Strafen zu verbessern.

Als Folge des Anstiegs illegaler Transaktionen in der ganzen Welt erweiterte sich das Netzwerk schnell auf Drittländer und vergröβert sich jedes Jahr um neue Teilnehmerstaaten. Heute gehören dem CARIN-Netzwerk außer den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union 19 Drittländer und 6 internationale Organisationen (EUROPOL, EUROJUST, OLAF, INTERPOL, Groupe EGMONT, UNODC), die mit der Bekämpfung von kriminellen Netzwerken befasst sind, als Mitglieder oder Beobachter an.

Die am CARIN-Netzwerk Beteiligten sind Richter, Polizeibeamte aus Geldwäsche bekämpfenden Dienststellen und Zollbedienstete. Frankreich wurde 2005 in den leitenden Ausschuss gewählt und wird dort durch einen Zollbeamten und einen auf diesem Gebiet spezialisierten Polizeibeamten vertreten.

  • Aktualisiert am: 07.10.2008
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