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Erklärung der Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union zur Ermordung von Malalaï Kakar (Afghanistan)

  • Datum: 28.09.2008

Die Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union verurteilt auf das Schärfste die feige Ermordung von Malalaï Kakar, Chefin der Polizeiabteilung für Gewalt gegen Frauen in Kandahar, durch einen Anschlag, bei dem ebenfalls ihr Sohn schwer verletzt wurde. Sie spricht ihrer Familie ihr tief empfundenes Beileid aus und versichert den Behörden und dem afghanischen Volk ihre tiefe Sympathie und ihre uneingeschränkte Solidarität.  
Frankreich würdigt das Gedenken an Malalaï Kakar und begrüßt deren Mut. Dieser Mut hat sie heute Morgen das Leben gekostet. Sie war eine der ersten Frauen, die nach dem Sturz der Taliban in die Polizei von Kandahar eingetreten ist.
 
Indem die Taliban, die sich zu diesem Anschlag bekannte, sich Malalaï Kakar als Ziel ausgewählt hat, hat sie willentlich versucht, das Symbol zu treffen, das sie für die Verteidigung der Rechte und der Würde der Frauen sowie für die Errichtung eines Rechtsstaats in Afghanistan darstellte.
 
Die Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union würdigt den hohen Tribut, den die afghanischen Polizeikräfte in ihrem Kampf gegen die Gewalt, die das Land mit blutigen Wirren überzieht, entrichtet und erinnert an das Engagement der Europäischen Union an ihrer Seite im Kampf gegen den Terrorismus, um es dem afghanischen Volk zu ermöglichen, auf souveräne und demokratische Art und Weise in Frieden zu leben.  

  • Aktualisiert am: 23.12.2008
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