Einsetzung des Vorstands des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie: Förderung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Instanzen in den strategisch bedeutenden Bereichen
- Datum: 15.09.2008
- Ort: Ungarn, Budapest
Valérie Pécresse, französische Ministerin für Hochschulwesen und Forschung, führte in Budapest in Anwesenheit des Europäischen Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso den Vorstand des Europäischen Technologieinstituts (ETI) ein, dessen Ziel es ist, den Europäischen Forschungsraum besser zu organisieren.
Die Ministerin verwies dabei noch einmal auf das Ziel der französischen EU-Ratspräsidentschaft, die Wissenschaft in den Dienst der Gesellschaft zu stellen, und brachte ihren Wunsch zum Ausdruck, entsprechende Rahmenbedingungen für Innovation zu schaffen, die auf wissenschaftlicher Exzellenz beruhen, und die Integration des Dreigestirns des Wissens zu fördern: Bildung, Forschung und Innovation.
Das Europäische Technologieinstitut ist ein ehrgeiziges Mittel, um die Forschung effizienter zu gestalten und Innovation zu entwickeln, die auf Wissen beruht. Es ist ein Symbol für die Annäherung zwischen akademischer Forschung und Innovation und wird die Vernetzung der Europäischen Forscher in so genannten Exzellenzpolen erleichtern. Das ETI wird auch weiterhin den Austausch und die Mobilität der Europäischen Forscher unterstützen, und somit eine der Prioritäten der französischen Präsidentschaft umsetzen. Das Institut verfügt über ein Budget in Höhe von 2,4 Milliarden Euro für die ersten sechs Jahre, die aus privaten und öffentlichen Fonds stammen. Das ursprüngliche gemeinschaftliche Budget beläuft sich auf nahezu 309 Millionen Euro.
Das ETI stützt sich auf die CCI [Communautés de la Connaissance et de l’Innovation - Wissens- und Innovationsgemeinschaften], die als operationale Zentren fungieren. Diese setzen sich aus mindestens drei Partnerorganisationen zusammen, die sich in wenigstens zwei Staaten befinden und mit mindestens einem Hochschulinstitut und einem Privatunternehmen in Verbindung stehen. Am Ende soll es etwa zehn dieser Gemeinschaften geben.
Die Diplome (Master und Doktorat), die in den an einer CCI beteiligten Hochschulinstituten vergeben werden, könnten ein ETI-Label erhalten.
Valérie Pécresse zeigte sich erfreut über die Qualität und die vielfältigen Profile innerhalb des ETI-Vorstands, unter denen sich auch der Franzose Bertrand Collomb, Vorsitzender des IHEST [Institut des Hautes Etudes pour la Science et la Technologie - Institut der höheren Studien für Wissenschaft und Technologie] befindet. Der Vorstand setzt sich aus insgesamt 18 Mitgliedern zusammen und hat die Aufgabe, die Regeln für das korrekte Funktionieren des Instituts umzusetzen und eine umfassende Strategie zu erarbeiten. Er ist ferner mit der Auswahl, der Koordinierung und der Bewertung der Gemeinschaften betraut. Die ersten CCI werden nach einer entsprechenden Ausschreibung ausgewählt und nehmen ihre Arbeit Ende 2009 auf.
Pressestelle:
Kabinett der Ministerin für Hochschulwesen und Forschung: Marion Lamure
+ 33 1.55.55.84 32 – marion.lamure @ recherche.gouv.fr
- Aktualisiert am: 29.10.2008

