Drittes hochrangiges Forum zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit in Accra
- Von: 02.09.2008
- Bis: 04.09.2008
- Ort: Ghana, Accra
Die Geldgeber des Ausschusses für Entwicklungshilfe, von denen über die Hälfte Europäer sind, sowie die Partnerländer werden die erzielten Fortschritte zur Kenntnis nehmen und die Mittel zum Erzielen weiterer Forschritte definieren.
Der französische Staatsekretär für Zusammenarbeit und Frankophonie Alain Joyandet wird am Forum zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit in Accra teilnehmen und die Positionen der Europäischen Union vertreten.
Die Europäische Union hat einen besonderen Platz in diesem Prozess inne. Sie bringt derzeit mehr als die Hälfte der weltweiten öffentlichen Entwicklungshilfe auf. Zu ihr gehören die traditionellen Geldgeber und die neuen Mitgliedstaaten, die sich der Zusammenarbeit und den Prinzipien der Erklärung von Paris öffnen.
Im Rahmen seiner EU-Ratspräsidentschaft hat Frankreich die Aufgabe, die von europäischen Geldgebern geführten Aktionen aufzuwerten, um eine Verbesserung der Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit zu erreichen. Auf Grundlage der Schlussfolgerungen des Rates vom Mai 2008 und der im Juli angenommenen Leitlinien wird sich Frankreich bemühen, aus der Aktionsagenda von Accra (AAA) einen Text mit ehrgeizigen Zielen zu machen. Dies gilt insbesondere für die Bereiche der Arbeitsaufteilung, der Verwendung der nationalen Systeme, der gegenseitigen Rechenschaftspflicht und der mittelfristigen Vorhersehbarkeit. Ziel für das 2011 vorgesehene vierte hochrangige Forum ist eine Erklärung zur Wirksamkeit der Entwicklungshilfen der zweiten Generation.
Das Ziel der französischen Ratspräsidentschaft wird sein, die Komplementarität der von den Mitgliedstaaten und der Kommission geleisteten Entwicklungszusammenarbeit sowohl auf sektoraler Ebene (in den Ländern) als auch auf geografischer Ebene (zwischen den Ländern) deutlich zu verbessern. Es besteht die Notwendigkeit, die Mittel der Entwicklungshilfe an die besonderen Bedürfnisse der Empfänger anzupassen, Länder, die keine Entwicklungshilfe bekommen, müssen berücksichtigt werden und es müssen geeignete Lösungen für Konflikt- und Unruhesituation gefunden werden. Die Ratspräsidentschaft wird darüber wachen, dass dieser Prozess in Partnerschaft mit den Empfängerländern sowie unter Einbindung der Zivilgesellschaft geführt wird.
- Aktualisiert am: 12.11.2008

