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Nicolas Sarkozy empfängt den Europäischen Gewerkschaftsbund

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  • Datum: 01.09.2008
  • Ort: Paris, Palais de l'Elysée

Am Montag, den 14. September, empfing der Präsident der französischen Republik in seiner Eigenschaft als amtierender Präsident des Rates der Europäischen Union eine von der Vorsitzenden Wanja Lundby-Wedin und dem Generalsekretär John Monks angeführte Delegation des Europäschen Gewerkschaftsbundes (EGB). An diesem Treffen nahmen auch die Vorsitzenden derjenigen französischen Gewerkschaften teil, die Mitglieder des EGB sind: Bernard Thibault (CGT), François Chereque (CFDT), Jean-Claude Mailly (FO), Jacques Voisin (CFTC) und Alain Olive (UNSA).

Die Vertreter des EGB brachten ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck, dass entsendete Angestellte in manchen Ländern im Vergleich zu ihren in diesen Ländern arbeitenden Kollegen manche ihrer sozialen Rechte vermindert sehen könnten. Wanja Lundby-Wedin und John Monks werden zu dieser Frage einen förmlichen Brief an die französische Präsidentschaft adressieren, welche ihnen schnellstmöglich eine Antwort zukommen lassen wird. Der Präsident der Republik ist mit ihnen übereingekommen, dass es sich dabei tatsächlich um eine wichtige Frage handelt. Um das Ausmaβ dieser Erscheinung zu erfassen, muss die Situation, vor allem im juristischen Bereich, einer Analyse unterzogen werden. Nach Abschluss derselben muss untersucht werden, ob Korrekturmaβnahmen auf nationalem oder europäischem Niveau wünschenswert sind. Die Gewerkschaften werden eng in diese Diskussionen eingebunden.

Die Vertreter des Europäischen Gewerkschaftsbundes deuteten dem Präsidenten der Republik gegenüber auch ihre Besorgnis über die europäische Wirtschaftslage an, ebenso wie ihren Wunsch, dass die Europäische Union eine "grüne Energiepolitik" als Quelle von Wirtschaftswachstum und nachhaltiger Entwicklung ausarbeiten möge. Der Präsident der Republik antwortete darauf, dass er sich mit ganzer Kraft für die Annahme des Energie-Klima-Pakets und seiner besonders ambitionierten Ziele im Laufe der nächsten Monate durch den Europäischen Rat einsetzten werde.

Der Präsident erinnerte auβerdem an die Bedeutung der europäischen Gewerkschaften und an ihre Fähigkeit, sich untereinander abzustimmen, wodurch Entscheidungsprozesse beschleunigt und die Akzeptanz von Reformen gestärkt würden. Aus diesem Grund bat er seine Gesprächspartner auch, nichts unversucht zu lassen, um aus dem sozialen Dialog auf europäischer Ebene einen Antrieb für neue Vorschläge und Reformen zu machen.

  • Aktualisiert am: 15.09.2008
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