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Informeller Workshop der Delegationsleiter zum Klimawandel

Windkraftanlage, © Europa Windkraftanlage © Europa
  • Von: 16.07.2008
  • Bis: 18.07.2008
  • Ort: Reims

Unmittelbar vor den anstehenden Klimaverhandlungen mit den Vereinten Nationen über ein internationales Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen organisiert Frankreich im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft vom 16. bis 18. Juli in Reims einen informellen Workshop, bei dem der aktuelle Stand der Verhandlungen erörtert werden soll.

Dieser Workshop bietet die Gelegenheit für eine strategische Debatte zwischen den Unterhändlern der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Zur Erinnerung sei hier festgehalten, dass die Europäische Union innerhalb der UNO-Gremien lediglich durch den jeweilige Ratspräsidenten vertreten ist, der somit eine besondere Stellung im formellen Rahmen der multilateralen Verhandlungen einnimmt.
Die Gruppe setzt sich aus etwa 100 Teilnehmern aus den 27 Mitgliedsländern der Europäischen Union und aus Vertretern der Europäischen Kommission zusammen.

"Um die Rolle der Europäischen Union als treibende Kraft bei den internationalen Verhandlungen auch in Zukunft zu festigen, muss sie beispielgebend vorangehen: die EU kann keine weltweite Beteiligung im Kampf gegen den Klimawandel einfordern, wenn es ihr nicht schon zuvor gelingt, eine Einigung über die jeweiligen Bemühungen in den verschiedenen Mitgliedsstaaten zu erzielen", meint Jean-Louis Borloo, Staatsminister, Minister für Umwelt, Energie, nachhaltige Entwicklung und Raumordnung. Denn auch das Klima-Energie-Paket wird im Rahmen dieser Debatten zur Sprache kommen: dieses muss noch während der französischen Ratspräsidentschaft und vor der COP in Kopenhagen im Dezember 2009 verabschiedet werden.

Die Delegierten treffen einander also in einem informellen Rahmen, um die kommenden Schritte Europäischer und internationaler Verhandlungen unter optimalen Bedingungen vorbereiten zu können. Die wichtigsten Themen der laufenden Verhandlungen werden im Rahmen einer Vollversammlung und in Form von Workshops debattiert werden, um die Ausarbeitung ehrgeiziger Ziele zu erleichtern. Zu erwähnen wären in diesem Zusammenhang Fragen der Finanzierung der Bekämpfung des Klimawandels, des kollektiven Bestrebens der künftigen Konvention, der Unterscheidung der verschiedenen Länder in Abhängigkeit von ihrem Entwicklungsstand oder ihres Anteils an der Umweltverschmutzung, sowie die Frage nach der Notwendigkeit einer Amerikanischen Beteiligung am Verhandlungsprozess. Die Teilnehmer werden mit Unterstützung der Experten der französischen Delegation jene Ziele abstecken, die die Europäische Union im Rahmen der Konferenz in Kopenhagen wird erreichen müssen. Dazu müssen im Vorfeld die Konferenzen in Accra Ende August und in Poznan Ende 2008 Leitlinien für eine breite Übereinstimmung festlegen, über die 2009 verhandelt werden kann: die Delegierten von Reims werden dabei erste Punkte herausfiltern. Es wird aber auch eine Debatte mit den Gewerkschaften, den Industriellen und den Umweltorganisationen geben, um deren Standpunkte und Erwartungen in Bezug auf die Debatte eines künftigen multilateralen Regimes kennen zu lernen.

  • Aktualisiert am: 23.09.2008
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