Die EU und Übersee: Strategien angesichts des Klimawandels und des Verlusts der Artenvielfalt
Urwald im Naturreservat Bébour-Bélouve (La Réunion)
© Parc National de la Réunion
- Von: 07.07.2008
- Bis: 11.07.2008
- Ort: Ile de La Réunion
Die europäischen Überseegebiete eröffnen der EU die wichtige Möglichkeit, ihre Politik weiterzuentwickeln und ihren globalen und regionalen Beitrag im Umweltbereich zu erweitern.
Der Regionalrat von La Reunion, das Nationale Observatorium der Folgen der Klimaerwärmung (ONERC) und die Internationale Naturschutzunion (IUCN) organisieren zusammen mit dem Ministerium für Inneres, die Überseegebiete und Gebietskörperschaften eine Konferenz, die die europäische Umweltpolitik um einige neue Aspekte erweitern soll, wobei sich die EU an den spezifischen Stärken und Herausforderungen in den Überseegebieten orientiert.
Angesichts der ständig wachsenden Herausforderungen durch den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt führt die Konferenz erstmals die Vertreter der 7 EU-Regionen in äuβerster Randlage (RÄR) und der 21 Überseeischen Länder und Gebiete (ÜLG), der EU-Mitgliedsstaaten, der europäischen Institutionen, der Kleinen Inselentwicklungsländer (SIDS) und internationaler und regionaler Organisationen mit Delegierten von Forschungsinstituten sowie Repräsentanten der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft zusammen.
Die RÄR und die ÜLG besitzen mit ihrem immensen Artenreichtum ein gemeinschaftliches Gut von Weltrang, das auβerdem ein wesentlicher Bestandteil ihres wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Potentials ist. Dieses Welterbe ist unter anderem durch die Zerstörung der natürlichen Lebensräume, die schnelle Verbreitung invasiver Tier- und Pflanzenarten oder aber Umweltverschmutzung bedroht. Diesen herkömmlichen Gefahren muss seit einiger Zeit der Klimawandel hinzugefügt werden, dessen Auswirkungen die RÄR und die ÜLG besonders treffen.
Vor diesem Hintergrund verdienen die RÄR und die ÜLG die Aufmerksamkeit der ganzen EU, da sie sich in Regionen mit ökologischer Bedeutung für den gesamten Planeten befinden. Ferner grenzen sie an Länder, mit denen die EU eng zusammenarbeitet: die AKP-Staaten (Afrika, Karibik, Pazifik) und die Kleinen Inselentwicklungsländer (SIDS), welche sich oft den gleichen ökologischen Herausforderungen stellen müssen.
Die EU-Regionen in äuβerster Randlage und die Überseeischen Länder und Gebiete eröffnen der EU die wichtige Möglichkeit, ihre Politik weiterzuentwickeln und ihren globalen und regionalen Beitrag im Umweltbereich zu erweitern. Mit Unterstützung der Europäischen Union können sie deshalb zu Exzellenzclustern in der Forschung für nachhaltige Entwicklung, zum Management von Ökosystemen, für den Schutz der Artenvielfalt, erneuerbare Energien und die Anpassung an den Klimawandel werden.
Das Ziel der Konferenz ist die Entwicklung und Stärkung von Maβnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, zur Entwicklung erneuerbarer Energien, zum Erhalt der Artenvielfalt und bezüglich des Managements von Ökosystemen. Auβerdem soll sie helfen, neue Strategien und ein Maβnahmenpaket als Antwort auf die Herausforderungen in den betroffenen Gebieten zu formulieren.
Die Organisatoren: Der Regionalrat von La Réunion, das Nationale Observatorium der Folgen des Klimawandels (ONERC) und die Internationale Naturschutzunion (IUCN) sowie das Ministerium für Innere Angelegenheiten, Übersee und die Gebietskörperschaften – Staatssekretariat für Übersee
RÄR: Azoren, die Kanarischen Inseln, Guadeloupe, Französisch-Guayana, Madeira, Martinique, La Réunion.
ÜLG: Anguilla, die Niederländischen Antillen, Aruba, die Bermudas, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln, Grönland, Caymaninseln, Falkland-Inseln, Mayotte, Montserrat, Neukaledonien, Pitcairn, Französisch-Polynesien, Sainte-Hélène, Tristan da Cunha, Ascension, Saint-Pierre-et-Miquelon, Französische Süd- und Arktisgebiete, Britische Arktisterritorien, Britische Territorien im Indischen Ozean, Inseln Turks und Caïcos, Wallis und Futuna
- Aktualisiert am: 23.12.2008

