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Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Gründung der Europäischen Zollunion

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  • Von: 03.07.2008
  • Bis: 04.07.2008
  • Ort: Paris
Am 1. Juli 2008 feiert die Zollunion ihr 40-jähriges Bestehen.

Im Rahmen der französischen EU-Ratspräsidentschaft hat der Minister für Haushalt, öffentliche Finanzen und den öffentlichen Dienst Eric Woerth den Vorsitz über die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Gründung der Zollunion.

An dieser symbolischen Veranstaltung, die am 4. Juli in Paris stattfinden wird, nehmen der Europäische Kommissar für Steuern und Zollunion, die Generaldirektoren für Zoll der EU-Mitgliedstaaten und der Türkei, Repräsentanten der Europäischen Kommission, französische Parlamentarier und Europaabgeordnete sowie der Generalsekretär der Weltzollorganisation teil.

Im Laufe der Zeremonie wird die "Pariser Erklärung" über die zukünftige Rolle und die neuen Herausforderungen des europäischen Zolls offiziell verabschiedet werden.

1957 unterzeichneten Deutschland, Belgien, Italien, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft und zur Ankündigung einer Zollunion zwischen diesen Staaten.

So wurde am 1. Juli 1968 zwischen diesen 6 Gründerstaaten der Europäischen Gemeinschaft die Zollunion geschaffen.

Durch die Zollunion wurden die Zölle auf den Warenverkehr zwischen den Mitgliedstaaten der damaligen Europäischen Gemeinschaft und heutigen Europäischen Union abgeschafft.

Gleichzeitig wurde ein gemeinsamer Zolltarif eingeführt. Dies bedeutet, dass auf ein Produkt, welches aus einem Land importiert wurde, das nicht der Zollunion angehört, in allen Mitgliedstaaten der gleiche Zoll erhoben wird, und zwar unabhängig davon, in welches Land der Zollunion der Import erfolgt.

Mit der Einführung des Binnenmarktes 1993 wurden auch die Zollschranken und Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Gemeinschaft abgeschafft, was den freien Waren-, Kapital- und Personenverkehr möglich machte.

Die Zollunion war einer der Motoren des europäischen Aufbaus, der im Zuge der Erweiterung der EU, die mittlerweile 27 Mitglieder umfasst, immer mehr Staaten beitraten.

Dank der Zollunion konnten die europäischen Unternehmen ihre Produktivität erhöhen und parallel dazu von den Vorteilen des Binnenmarktes und später der gemeinsamen Währung profitieren, wobei diese beiden entscheidenden Fortschritte der europäischen Einigung erst im Rahmen einer Zollunion ihre volle Wirksamkeit entfalten konnten.

Da alle Mitgliedstaaten einem gemeinsamen Zollgebiet angehören, werden alle importierten Güter zollrechtlich gleich behandelt und unterliegen denselben Formalitäten.

Die Zollkontrollen an den gemeinschaftlichen Grenzen verloren damit ihren Sinn und das Arbeitsgebiet der Zollbehörden entwickelte sich weiter. Heute finden Zollkontrollen im gesamten EU-Hoheitsgebiet statt, um Betrugsfälle aufzudecken.

Gleichzeitig wurden die traditionellen Aufgaben der Zollbeamten mit Schwerpunkt auf der Erhebung von Zöllen und Steuern um die Bekämpfung der illegalen Einfuhr von Rauschgift, Tabakwaren, Fälschungen oder Waffen sowie um die Überwachung der Einhaltung von Normen für Industrie- und Lebensmittelprodukte erweitert.

In dem Maße, wie sich das Aufgabengebiet der europäischen Zollbehörden weiterentwickelte, wurden verstärkt Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt, die den Austausch von Informationen sowie die Formalitäten für Unternehmen vereinfachen und gleichzeitig die Effizienz und Reaktionsfähigkeit in der europaweiten Zusammenarbeit steigern.

Auch 40 Jahre nach ihrer Gründung ist die europäische Zollunion noch ein Eckpfeiler des europäischen Aufbaus und hat ihren Beitrag zur Annäherung von Ländern, Unternehmen und europäischen Zollbehörden geleistet, um für die Bürger ein sicheres, geschütztes Bewegungsumfeld gewährleisten zu können.

 

40. Jahrestag der Gründung der Europäischen Zollunion: Annahme der "Pariser Erklärung" (Zusammenfassung)
 

  • Aktualisiert am: 18.12.2008
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