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7. Ministerkonferenz der EuroMed-Staaten über Handel

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  • Von: 02.07.2008
  • Bis: 02.07.2008
  • Ort: Marseille
Zur "EuroMed - Handel", der ersten Ministerkonferenz der französischen EU-Ratspräsidentschaft, versammeln sich in Marseille Minister der 27 EU-Mitgliedstaaten und der 13 Partnerländer aus dem Mittelmeerraum.

Für die "EuroMed - Handel" versammeln sich die Handelsminister der 27 EU-Mitgliedstaaten und der 13 Partnerländer aus dem Mittelmeerraum (Albanien, Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Mauretanien, Syrien, Palästinensische Autonomiegebiete, Tunesien, Türkei und mit Beobachterstatus Libyen) am 2. Juli 2008 in Marseille. Diese Konferenz unter dem gemeinsamen Vorsitz Frankreichs, vertreten durch Anne-Marie Idrac (Staatssekretärin für Auβenhandel bei der Ministerin für Wirtschaft, Industrie und Beschäftigung Christine Lagarde) und der Europäischen Kommission, vertreten durch Peter Mandelson (Europäischer Kommissar für Handel) wird auch mit Blick auf den Paris-Gipfel für den Mittelmeerraum abgehalten, bei dem am 13. Juli die Staats- und Regierungschefs zusammenkommen werden.


In Marseille werden die Minister über die wirtschaftliche Integration in der Region Bilanz ziehen und sich über den Stand der laufenden Handelsverhandlungen austauschen. Die Verhandlungen über die Liberalisierung des Handels mit Industriegütern zwischen der EU und ihren Partnerländern im Mittelmeerraum wurden zum groβen Teil abgeschloβen und befinden sich nun in der Umsetzungsphase. Die Verhandlungen konzentrieren sich aktuell auf vier neue Bereiche: die Vertiefung der Liberalisierung des Handels mit Agrarprodukten, die Dienstleistungen und das Recht auf Niederlassung, den Schiedsmechanismus bei Kontroversen in Handelsfragen und die regionale Integration durch die Liberalisierung des Süd-Süd-Handels. Die Minister werden auβerdem eine erste Diskussion über die von der Kommission angestoβenen Überlegungen zu einer "Road Map" für die Zukunft der wirtschaftlichen Integration im Mittelmeerraum bis 2010 und darüber hinaus führen.


Auf Initiative Frankreichs werden erstmals fünf Persönlichkeiten aus der euro-mediterranen Geschäftswelt an einer der Konferenzsitzungen teilnehmen, über ihre Erfahrungen berichten und ihre Zukunftsvision für den Mittelmeerraum und ihre Erwartungen vorbringen. Der Wunsch, den Privatsektor in den EuroMed-Prozess einzubinden, äuβert sich auch in der Einbeziehung der Industrie- und Handelskammer von Marseille, in deren Sitz im „Palais de la Bourse“ die Konferenz stattfindet.


Die im Jahr 1995 begründete Zusammenarbeit Europa-Mittelmeerstaaten hat in ihrer wirtschaftlichen Dimension die Schaffung einer Freihandelszone mit den Ländern des Südens bis 2010 zum Ziel.


An die Ministerkonferenz schlieβen sich in Marseille am 3. und 4. Juli die "Med Business Days" (EuroMed-Wettbewerbstage) an, die vom europäischen Arbeitgeberverband Business Europe in Zusammenarbeit mit dem französischen Arbeitgeberverband (MEDEF) und der Mediterranen Union der Arbeitgeberverbände (UMCE) organisiert werden und deren Thema "Unternehmen als Antrieb des Mittelmeerraumes" ist.


Die Arbeit und Beschlüsse der Konferenz werden zur Vorbereitung des Paris-Gipfels für den Mittelmeerraum beitragen, zu dem der Präsident der Republik Nicolas Sarkozy die Staats- und Regierungschefs am 13. Juli nach Paris einlädt.


  • Aktualisiert am: 17.12.2008
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