Die französische Gesellschaft
Zum 1. Januar 2008 wird die Bevölkerung Frankreichs, Übersee-Départements eingeschlossen, auf 63,1 Millionen Einwohner geschätzt. Die Bevölkerung Frankreichs macht somit mehr als 12,9 % der EU-Gesamtbevölkerung aus. 2008 betrug die Lebenserwartung 77,5 Jahre bei den Männern und 84,4 bei den Frauen. Seit 1990 nahm sie damit um vier Jahre bei den Männern und drei Jahre bei den Frauen zu.
Demographische Situation (2006)
Die Europäer und die neuen Technologien
Europa
Geburten: 831.000
Fertilitätsrate: Zwei Kinder/ Frau.
Geburtenrate: 1,3%
Todesfälle: 531.000 Sterberate: 0,84%
Eheschließungen: 274.400
Seit Beginn der 90er Jahre ist die Anzahl der verheirateten Paare rückläufig, während die Anzahl der nicht verheirateten Paare von 1,5 Millionen im Jahr 1990 auf 2,4 Millionen gestiegen ist; heute ist jedes sechste Paar nicht verheiratet.
Scheidungen: 152.020
Erwerbstätige Bevölkerung
Im Büro einer PR-Agentur (Paris)
Ministerium für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten. F. de la Mure
In Frankreich gibt es ca. 27,6 Millionen Erwerbstätige. Davon sind 25,1 Millionen Lohn- oder Gehaltsempfänger und 2,5 Millionen Arbeitsuchende, was etwa 9,8 % der erwerbstätigen Bevölkerung entspricht (Januar 2004). Die Erwerbsquote liegt bei den Männern bei 74,5 % und bei den Frauen bei 63,8 %.
Berufsgruppen
% der erwerbstätigen Bevölkerung
Lebensstandard
Durchschnittlicher Nettolohn/ Beschäftigter: 21.480 Euro im Jahr.
Durchschnittliche Bruttoersparnisse der Haushalte: 15,3 % des verfügbaren Einkommens
Religionszugehörigkeit
Frankreich ist ein laizistischer Staat, in dem alle Glaubensrichtungen vertreten sind.
Bildung
Die Juristische Fakultät von Douai (Region Nord-Pas-de-Calais)
Ministerium für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten, F. de la Mure
2007 belief sich das Budget des Bildungsministeriums auf 77 Milliarden Euro oder 28 % des Staatshaushalts. 2005 betrugen die Gesamtausgaben für den Bildungssektor 117,9 Milliarden Euro, was 6,9 % des BIP und damit dem höchsten Durchschnitt der OECD-Länder entspricht.
www.education.gouv.fr (FR)
In Frankreich studieren (DE)
Gewerkschaften
In Frankreich sind etwa 1,38 Millionen Personen (5 % der Erwerbstätigen) in Gewerkschaften organisiert. Das ist der niedrigste Prozentsatz aller Länder der Europäischen Union.
Die bedeutendsten Gewerkschaften sind:
- die CGT (Confédération générale du travail),
- die CFDT (Confédération française démocratique du travail),
- die FO (Force ouvrière),
- die CFTC (Confédération française des travailleurs chrétiens)
- und die FSU (Fédération syndicale unitaire).
Sozialversicherungssystem
Das französische Sozialversicherungssystem wurde 1945 eingeführt. Es basiert auf dem Umlageprinzip (die Leistungen werden durch die Beiträge der Erwerbstätigen finanziert).Die Ausgaben für den Gesundheitsschutz machen 29,6 % des BIP aus. Sie werden zu 65,5 % durch die Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern und zu 17,4 % durch Steuern und Abgaben wie den allgemeinen Solidaritätsbeitrag CSG (Contribution sociale généralisée) oder den Beitrag zur Tilgung der Schulden der Sozialversicherung (CRDS) finanziert. Letztere werden auch auf Einkommen erhoben, die nicht aus Beschäftigungsverhältnissen stammen. Die soziale Grundabsicherung wird fast ausschließlich auf diese Weise finanziert. Die öffentliche Finanzierung macht nur 13,5 % des gesamten Budgets aus. Zu den Leistungen zählen Renten (44 %), Gesundheitsausgaben (35,2 %), Familienbeihilfen (9 %), sowie Arbeitslosenunterstützung, berufliche Weiterbildung und soziale Eingliederung (7,4 %).
Die steigende Zahl der Rentner im Verhältnis zu den Erwerbstätigen, die Fortschritte in der Medizin und die Verlängerung der Lebensdauer in der Bevölkerung haben in der Sozialversicherung zu einem Defizit und 2003 zur Reform des allgemeinen Altersversicherungssystems geführt.
www.travail.gouv.fr (FR)
Urlaub
Familienurlaub (bei Ajaccio, Korsika)
Ministerium für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten, F. de la Mure
Gesetzlicher Urlaub: fünf Wochen im Jahr.
65 % der Franzosen verreisen.
- Quellen:
Ministerium für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten
- Aktualisiert am: 08.09.2008


